Gruppe von Menschen um Bundesbauministerin Verena Hubertz
Bundesbauministerin Verena Hubertz eröffnete am 28. April 2026 den 8. MPSC-Kongress in Berlin Reinaldo Coddou H.

„Digitalisierung als zentraler Baustein moderner Daseinsvorsorge“ – Bundesbauministerin Verena Hubertz eröffnet den 8. MPSC-Kongress

29.04.2026

Mit einem Appell für mehr Zukunftsoptimismus hat Bundesbauministerin Verena Hubertz am 28. April 2026 den 8. Kongress der Modellprojekte Smart Cities in Berlin eröffnet. Im Mittelpunkt des ersten Kongresstages stand die Frage, wie digitale Lösungen aus der Förderung in die kommunale Breite getragen werden können.

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Bundesbauministerin Verena Hubertz am Rednerpult vor Publikum
Verena Hubertz: "Smart Cities zeigen, wie wir Innovation nutzen können, um Lebensqualität konkret zu verbessern." Reinaldo Coddou H.

Rund 400 Teilnehmende aus Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren am 28. April 2026 im „Smart Village“ in Neukölln zusammengekommen, um unter dem Motto „Vom Machen ins Wirken" zu diskutieren, wie die vielversprechenden Anästze, die in den 73 Modellprojekten Smart Cities (MPSC) entstanden sind, in die kommunale Breite gelangen. Den Auftakt machte Bundesbauministerin Verena Hubertz mit einem klaren Appell: „Wir müssen uns den Zukunftsoptimismus zurückholen.“

Die Bilanz des Förderprogramms sei dabei beachtlich: Mehr als 650 Maßnahmen und Lösungen haben die MPSC hervorgebracht. Diese sind ein wachsender Fundus an Ideen, Erfahrungen und Werkzeugen für Städte und Regionen in ganz Deutschland. Hubertz zog dabei Parallelen zur Start-up-Kultur: Innovation entstehe nicht nur im Silicon Valley, sondern ebenso in Städten wie Halle, Gelsenkirchen oder Wuppertal.

 Im Panel „Das Zusammenspiel entscheidet“ wurde deutlich: Skalierung gelingt nur im Zusammenspiel aller Ebenen. Kooperation und Wissenstransfer gelten als zentrale Stärke des Programms. Gleichzeitig braucht es klare Rollen – insbesondere für die Länder, etwa bei der Bereitstellung verlässlicher Basisdienste. Ebenso entscheidend sind nachhaltige Finanzierungs- und Betreibermodelle sowie belastbare Datengrundlagen.
 

Podiumsdiskussion auf einer Bühne
Zur Frage Stadt, Land, digital: Wohin steuert die kommunale Zukunft? diskutierten (v. l. n. r.) Anke Domscheit-Berg (Publizistin und Netzaktivistin), Michael Salomo (Oberbürgermeister Stadt Heidenheim und Vorstand Netzwerk junger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister) und Dr. Dominik Böllhoff (Abteilungsleiter im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung). Reinaldo Coddou H.

Das Panel „Stadt, Land, digital“ richtete den Blick nach vorn. Einigkeit bestand darin, dass Schnittstellen, Open Source und gemeinsame Standards zentrale Hebel für Nachnutzung und Skalierung sind. Klar wurde auch: Digitalisierung ist längst zur Pflichtaufgabe geworden. Damit Lösungen nicht in Projekten verharren, braucht es tragfähige Betreibermodelle.

Die Impulse und Werkstätten zeigten zugleich, wie weit das Programm bereits ist. Ob urbane digitale Zwillinge, Datenplattformen oder interkommunale Entwicklungspartnerschaften – vielerorts wird die Smart City Charta bereits konkret gelebt. In der Ausstellung „Smart City Lösungen erleben“ werden die Ergebnisse greifbar.

Was vom ersten Tag bleibt: Smart City ist Teamsport. Kooperation ist Voraussetzung, nicht Kür. Bestehende Lösungen müssen konsequent nachgenutzt werden. Und: Die digitale Daseinsvorsorge wird Kommunen auch künftig als Daueraufgabe begleiten.