Startseite der Gesundheitsplattform gesundesWND | Quelle: Landkreis Sankt Wendel
Startseite der Gesundheitsplattform gesundesWND | Quelle: Landkreis Sankt Wendel Landkreis Sankt Wendel

Gesund und digital in Kommunen: Wissensprodukt zu Gesundheitsplattformen für die kommunale Gesundheitsversorgung

22.07.2026

Wie kann der Überblick über regionale Gesundheitsangebote für Bürgerinnen und Bürger verbessert werden? Eine neue Veröffentlichung zeigt, warum Gesundheitsplattformen hierzu wertvolle Werkzeuge sind, was sie für Kommunen interessant machen und welche Lösungen zur Übertragung bisher entwickelt wurden.

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Gesundheitsplattformen bündeln Angebote und schaffen Transparenz

Smarte Städte und Regionen widmen sich in der Entwicklungsgemeinschaft „Gesundheitsplattformen“ im Rahmen der MPSC-Förderung der gemeinsamen Entwicklung von Plattformlösungen zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung ihrer Kommunen. Gesundheitsplattformen sind themenspezifische Webangebote der Kommune. Sie bündeln Informationen zu gesundheitlichen und präventiven Angeboten in der Region und informieren zu gesundheitlichen Themen. Mit ihrem Anspruch über Gesundheits- und Pflegeangebote in der Kommune zu informieren und Gesundheitsinformationen bereitzustellen knüpfen Gesundheitsplattformen an die Herausforderungen der Daseinsvorsorge an. Gesundheitsplattformen geben Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Verwaltung einen Überblick über bestehende Angebote und können Versorgungslücken aufzeigen. Mit der Alterung der Gesellschaft steigt der Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen gerade in ländlichen Regionen Deutschlands. Mit einer Gesundheitsplattform schaffen Kommunen Sichtbarkeit für ihre Angebote und stellen sich mit einem übersichtlichen und ausgebauten Gesundheitsangebot nach außen als attraktive Region dar. Mit der Bereitstellung von Gesundheitsinformationen aus seriösen Quellen setzen sie einen Kontrapunkt zum Informationsangebot von Dr. Google.

Die gemeinsame Entwicklung von Gesundheitsplattformen stärkt die kommunale Daseinsvorsorge

Die in der Entwicklungsgemeinschaft entwickelten Plattformen verfolgen den Open-Source-Gedanken, um einen Vendor-Lock-In zu verhindern und geben damit gleichzeitig anderen Kommunen die Möglichkeit diese Lösungen zu übertragen und weiterzuentwickeln. Besonders nachhaltig: Die Plattformbasis der Gesundheitsplattform Sankt Wendel dient drei weiteren Kommunen als Grundlage und wird dadurch weiterentwickelt – interessierte Kommunen finden somit Beispiele und Systeme für Plattformlösungen zur Übertragung. Die Einbettung in ein digitales Ökosystem und die Einbindung bestehender Datenbanken verstärken die Wirkungen einer Gesundheitsplattform für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommune, aber auch die Nutzung lokal bereits bestehender Plattform- oder Communitystrukturen können eine Starthilfe sein.

Gesammeltes Wissen zu den Möglichkeiten von Gesundheitsplattformen aufbereitet

Die Veröffentlichung gibt Einblicke in die Ziele, Inhalte und Learnings zur Entwicklung einer Gesundheitsplattform von neun Kommunen und bietet interessierten Kommunen einen Einstieg zur Information sowie Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten. Das ist essentiell, denn Einblicke in die Arbeit der Entwicklungsgemeinschaft zeigen, dass der interkommunale Austausch einen wesentlichen Faktor zur Realisierung der Gesundheitsplattformen war. Die folgende Abbildung verdeutlicht die Bedeutung von Vernetzung und interkommunalem Austausch auf Grundlage der Zusammenarbeit von neun Kommunen zur Entwicklung von Gesundheitsplattformen: Das MPSC Sankt Wendel steht dabei in der Mitte der Darstellung, da die entwickelte Gesundheitsplattform gesundesWND als Basis für drei Weiterentwicklungen in den MPSC Kusel, Wunsiedel und Würzburg diente und auch inhaltliche und technische Inspiration von der Plattform ausgehen. Auch die Neuentwicklungen durch Landkreis Bad Kreuznach, Landkreis Lörrach, die MPSC Bad Belzig und Linz am Rhein entstanden aus Inspiration und enger Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungsgemeinschaft.

Die Publikation zeigt die Wirkweisen der realisierten Gesundheitsplattformen auf und bietet Hilfestellungen für die Umsetzung eigener Angebote, die auf vielfältige technische und organisatorische Vorarbeiten aufbauen kann.

Weiterführende Informationen zu den Wissensprodukten der Entwicklungsgemeinschaft „Gesundheitsplattformen“

Weiterführende Informationen zur Entwicklungsgemeinschaft Gesundheitsplattformen und erarbeiteten Inhalten nach Beitritt des Arbeitsraums hier abrufbar:

https://www.smart-city-dialog.de/raum/144