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Das Digitale Partizipationssystem DIPAS ist eine Open-Source-Software der Freien und Hansestadt Hamburg zur Förderung informeller Bürgerbeteiligung.

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Hansestadt Hamburg zur Förderung informeller Bürgerbeteiligung. Es bietet Städten, Kommunen und Institutionen die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger aktiv in Planungs- und Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Der Ursprung von DIPAS geht zurück auf ein zwischen 2017 und 2020 in Hamburg durchgeführtes IT-Projekt. 2021 wurde DIPAS erstmals als Open-Source-Software (OSS) veröffentlicht. DIPAS kann entweder als Software-as-a-Service (SaaS) über den IT-Dienstleister Dataport oder als On-Premise-Lösung, basierend auf einer eigenen Infrastruktur, betrieben werden. Ab 2022 wurde der Aufbau einer OSS-Community systematisch verfolgt, um eine nachhaltige Kooperation, den Austausch von Anwendungsfällen und Erfahrungen sowie die gemeinsame Weiterentwicklung zu fördern.

Die Produktweiterentwicklung gründet auf einer trilateralen Vereinbarung zwischen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) und Dataport AöR. Die BSW nimmt die Funktion einer fachlich-strategischen Leitstelle ein und agiert zugleich alsAuftraggeberin, die verantwortlich ist für Bereiche wie Markenrecht und Rechtsfragen sowie das Rechnungswesen. Der LGV trägt die technische Verantwortung und pflegt und entwickelt den Core weiter, während Dataport als IT-Provider fungiert und das Community- und Produktmanagement mit einer Halbtagsstelle übernimmt sowie das Mitgliedermanagement betreut.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Mitglieder können Vorschläge zur Weiterentwicklung einbringen, die von beiden Kommissionen (technisch und strategisch) hinsichtlich Machbarkeit, strategischer Ausrichtung und Konformität mit den Code-Konventionen geprüft und bewertet werden. Die Umsetzung erfolgt erst nach Zustimmung beider Kommissionen. Damit können die Mitglieder nicht nur die Weiterentwicklung der Software beeinflussen; sie haben auch die Möglichkeit, ihre spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse in die Software einfließen zu lassen. Die Finanzierung von Core-Entwicklungen erfolgt durch Mittel der FHH sowie durch dedizierte Finanzierungsbeiträge der Mitglieder. Diese können jedoch auch individuelle Add-Ons herstellen und betreiben, die nicht in den Core integriert werden müssen. Regelmäßige Workshops und digitale Zusammenkünfte unterstützen den Erfahrungsaustausch und die Weiterentwicklung der Software.

Beteiligte Kommunen: 

  • Hamburg, Leipzig, München, Bremen, Haßfurt, Kiel
  • Community: 11 Mitglieder

Wie kann ich mich beteiligen?

Mitglieder entrichten einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe sich nach der jeweiligen Kommunen- bzw. Unternehmensgröße richtet. Die Strategische Kommission und die Technische Kommission sind dabei zwei Kernelemente der Community. Jedes Mitglied der Community hat das Recht, eine Person pro Kommission mit je einer Stimme zu entsenden. In der strategischen Kommission übernehmen die Mitglieder die fachliche Beurteilung von Weiterentwicklungsvorschlägen für den DIPAS-Core, sowie die Steuerung der strategischen und funktionalen Ausrichtung und Community Governance sowie der Regelungen zur Aufteilung von Kosten. In der technischen Kommission beurteilen die Mitglieder die technischen Weiterentwicklungsbedarfe des DIPAS-Core, z. B. im Hinblick auf Machbarkeit und Art der Umsetzung. Zudem können Mitglieder Vorschläge zur Weiterentwicklung einbringen sowie Berichte über Praxiseinsätze, Evaluationsstudien und andere relevante Informationen zur Verfügung stellen. Diese werden über die Plattform dipas.org veröffentlicht.

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