Smart City Modellprojekt Gera

Digitale Transformation in Gera

Gera, regionales Oberzentrum in Ostthüringen inmitten Deutschlands, Teil der Thüringer Städtekette mit Erfurt, Weimar und Jena und angrenzend an die Regionen Leipzig und Westsachsen sowie dem Vogtland. Im Zentrum dieser Regionen ist Gera seit 2019 Pilotkommune des Modelprojektes Smart Cities des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Gera hat mit seinen ca. 96.000 Einwohnern eine ideale Größe, um einerseits einen breiten Pool an Menschen zu haben, die ihr reichhaltiges Feedback zur Digitalisierung und den lokalen Bedürfnissen einbringen können. Andererseits spürt man hier auch Veränderungen im Alltag sofort ohne durch eine zu hohe Bevölkerung nur Teile der Stadt erreichen zu können. Gera hat eine reichhaltige Vergangenheit – 2037 wird Gera das 800-jährigen Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts feiern – wie werden wir dieses Jubiläum für die Stadt Gera im Jahr 2037 feiern? Wie leben wir 2037? Was bedeutet „lebens- und liebenswert“ für eine Stadt im Jahr 2037?

Gera möchte mit Hilfe der SMART City Strategie in eine noch reichhaltigere Zukunft blicken. Digitale Transformation kann eine Chance sein, wenn Raum und Gesellschaft positiv beeinflusst, Lebensqualität für alle gesteigert und öffentlicher Raum attraktiver und modern gestaltet wird. LEBEN | WOHNEN | ARBEITEN – die Qualitätskriterien Geras müssen fit für die Zukunft gemacht werden…

Dabei ist Stadtentwicklung eine Gemeinschaftsaufgabe der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und des öffentlichen Sektors auf der Basis eines fairen Interessenausgleichs. Bürgerbeteiligung ist elementarer Bestandteil des Pilotprojektes „SMART City Gera“. Hier soll man hohe Bürgerbeteiligung an jeder Ecke spüren. Die im Zuge der SMARTCity-Konzeption gegründeten Arbeitsgruppen Wirtschaft, Bildung und Kultur, Energie und Umwelt, Städtebau, Stadtentwicklung und Verkehr sowie – natürlich – Bürgerbeteiligung und Verwaltung sollen hier der erste Schritt sein. Wir wollen über verschiedene Formate, beispielsweise einem Ideenwettbewerb, jede Generation, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer, Gastronomen, Händler, Dienstleister, Handwerker sowie Vereine und Verbände der Stadt Gera anregen, sich aktiv im Projekt „SMART City Gera“ zu beteiligen und uns ihre Wünsche und Anregungen mitzuteilen, um Gera „smarter“ zu machen. Die Stadt Gera möchte dafür eine Symbiose aus Angebot und Nachfrage schaffen. Nachfrage soll aus dem Bedarf eines jeden Bürgers nach den Themen die morgen beschäftigen, erwachsen. Das passende Angebot will die Stadt daran anknüpfend unter anderem in Form einer Kooperation mit regionalen Partnern und einer starken Begleitforschung mit der Dualen Hochschule bieten.

Unsere Strategiephase beinhaltet neben dem Aufbau und der Vorbereitung der Umsetzungsphase allererste greifbare(re) Formate wie das Stadtportal unser.gera.de. Ein digitaler Regionalmarkt, lieblingsladen.gera.de, lädt hier dazu ein, lokale Geschäfte zu erkunden und die eigene Stadt zu unterstützen und sich auszutauschen. Außerdem sollen bald die nächsten Varianten der Beteiligung folgen, unter anderem ein Pop-Up-Store und eine Stadtrallye. Gerade mit dem Pop-Up-Store möchte Gera auch ihre analogen Bürger mitnehmen und einen physischen Anlaufpunkt bieten.

Gera wird smart. Jeder Schritt der Stadt auf dem Weg in die Zukunft soll von den Menschen gesehen, beteiligt und widergespiegelt werden. Das Motto „arbeite smart, lebe smart, sei smart“ soll Einzug halten.

 

Stimmen aus dem Netzwerk

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Prof. Jochen Rabe

Professur für Urbane Resilienz und Digitalisierung, Einstein Center Digital Future (ECDF), TU Berlin

Dr. Nadine Kuhla von Bergmann

Gründerin und Geschäftsführerin, Creative Climate Cities
 

Kontakt

Modellprojekte Smart Cities
smart-city-dialog@bmi.bund.de