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Wer schon einmal versucht hat, sich aktiv in politische oder gesellschaftliche Prozesse einzubringen, weiß: Es ist oft nicht leicht, den richtigen Zugang zu finden. Weil gute Beteiligung kein Zufallsprodukt ist, braucht es durchdachte Strukturen, im analogen wie im digitalen Raum. Hier setzt das Vorhaben „Beteiligungsökosystem" an: Es verfolgt das Ziel, digitale Beteiligungsprozesse zugänglicher, vergleichbarer, transparenter und wirksamer zu gestalten um Hürden einer digitalen Partizipation – aufseiten der Verwaltungen und der Bürger:innenschaft – zu minimieren und durch Standardisierung, die Nachnutzbarkeit für andere Kommunen (Stadt oder auf dem Land) zu erleichtern.
Obwohl digitale Bürger:innenbeteiligung als Schlüssel zur nachhaltigen und sozialen Transformation von Kommunen gilt, zeigt sich in der Praxis: Viele Beteiligungsprozesse scheitern an organisatorischen, technischen oder methodischen Hürden. Dazu zählen ein unzureichender Überblick und Wissen über verfügbare und geeignete Anwendungen, divergierende Erfahrungen von Nutzer:innen oder eine eingeschränkte Interoperabilität der eingesetzten Systeme.
Das Projekt „Digitale Beteiligung“ wurde 2023 von den Modellprojekten Smart Cities Bamberg, Hildesheim, KielRegion und Lübeck initiiert, um ein integriertes Beteiligungsökosystem zu entwickeln. In der Veranstaltung „Digitale Beteiligung einfacher machen“ Anfang 2024 wurden gemeinsam mit Kommunen, Anbietern und Bürger:innen Zugangsbarrieren sowie die Interoperabilität digitaler Beteiligungslösungen diskutiert.
Seitdem arbeiten die vier Kommunen daran, die Anwendungen durch gemeinsame Schnittstellen und Datenmodelle zu verbinden und eine übergreifende Benutzerschnittstelle zu erarbeiten.
Unsere stadtplanerische Beteiligungsmarke Lübeck:überMorgen (https://uebermorgen.luebeck.de/) ist ein Rahmen für zukünftige Entwicklungsziele. Neben diesem Beteiligungsformat gibt es weitere Formate aus unterschiedlichen Bereichen für „kleinere“ Themen, wie zum Beispiel einem Lärmaktionsplan oder Smart City Ideen. All diese Themen haben gemeinsam, dass sie einen partizipativen Ansatz verfolgen, der möglichst die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft einfängt und dann umsetzen kann.
Mit der Tool Chain werden öffentliche Verwaltungen dabei unterstützt, digital-analog kombinierte Bürger*innenbeteiligungsprozesse durchzuführen. Wir bauen dabei auf vielfältige Erkenntnisse aus dem Strategieprozess auf. Bereits dort sind wir mit über 2.000 regionalen Akteuren in unterschiedlichen Veteiligungsformaten (Workshops, Hackathons, Tiny Rathaus, Expert*innenforum, Online Umfragen, Online Ideenaufruf, etc.) in den Austausch getreten und haben gemeinsam unsere Zielbilder und Maßnahmen entwickelt.
Die Kollaborations-Tool-Chain bietet die technische Infrastruktur diese Beteiligungsformate umzusetzen. Dies reicht von den Informationen bis hin zur Teilhabe bei der gemeinsamen Umsetzung von Projekten durch unterschiedliche Akteur:innen in der Stadtgesellschaft.