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Die DIY-Generationenwerkstatt ist als Raumnutzungskonzept innerhalb der Maßnahme „Neue Räume gestalten“ vorgesehen Ausgangspunkt ist die Aktivierung geeigneter leerstehender oder wenig genutzter Räume im Landkreis. Diese sollen nicht nur verwaltet oder vermittelt, sondern zu gemeinwohlorientierten Orten weiterentwickelt werden. Die Werkstatt schafft einen offenen Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zusammenkommen, Wissen austauschen, voneinander lernen und praktische Projekte umsetzen können.
Im Mittelpunkt steht der generationenübergreifende Austausch. Ältere Menschen bringen handwerkliche Erfahrung, Alltagswissen und Reparaturkompetenz ein, während jüngere Menschen digitale Fähigkeiten, technisches Interesse und neue Ideen beisteuern. So entsteht ein Ort, an dem traditionelle Werkzeuge und aktuelle Technologien verbunden werden. Vorgesehen ist der Einsatz klassischer Werkzeuge ebenso wie moderner Anwendungen, etwa 3D-Druck, Augmented Reality, Virtual Reality. Dadurch können private Projekte, Reparaturen, kreative Gestaltungen oder Bildungsformate umgesetzt werden.
Ein wichtiger Anwendungsfall ist die gemeinsame Reparatur von Gegenständen, elektronischen Geräten. Statt defekte Produkte unmittelbar zu ersetzen, sollen Bürgerinnen und Bürger befähigt werden, diese unter Anleitung zu prüfen, zu reparieren oder sinnvoll weiterzuverwenden. Damit leistet die DIY-Generationenwerkstatt einen Beitrag zu Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung. Ergänzend können digitale Bastel- und Reparaturanleitungen, Erklärvideos oder Mitmachformate entstehen, die Wissen dokumentieren und außerhalb der Werkstatt nutzbar machen.
Die Werkstatt dient zugleich als analoger Beteiligungsraum. Bürgerinnen und Bürger können dort Ideen für neue Raumnutzungskonzepte entwickeln, testen und weiterqualifizieren. Kreativitätspotenziale der Landkreisbevölkerung werden sichtbar gemacht und mit Fragen der Ortsentwicklung verknüpft. Durch Einbindung von Vereinen, Initiativen und örtlichen Strukturen kann die Werkstatt dauerhaft mit Leben gefüllt werden. Vereine mit handwerklichem, technischem, sozialem oder digitalem Bezug können bei Betrieb und Wissensvermittlung eine Rolle übernehmen.
Die DIY-Generationenwerkstatt ergänzt die digitale Projektplattform und die Leerstandsplattform um einen physischen Ort des Ausprobierens und Mitgestaltens. Ergebnisse aus Workshops, Reparaturformaten oder Beteiligungsprozessen können dokumentiert und in weitere Projektbausteine zurückgespielt werden. So entsteht eine Verbindung zwischen digitaler Beteiligung und analoger Praxis.
Ziel ist es, Leerstände sinnvoll zu aktivieren, Ortskerne aufzuwerten, Begegnung zu fördern und die Teilhabe an digitalen sowie handwerklich-technischen Prozessen zu verbessern. Sie soll zeigen, wie vorhandene Infrastruktur im ländlichen Raum neu genutzt werden kann und wie aus einem Leerstand ein lebendiger Lern-, Reparatur-, Begegnungs- und Beteiligungsort für die Bevölkerung entsteht.