Hand dreht einen Würfel und ändert das Wort "Rückblick" in "Ausblick".
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Zwischenbilanz des MPSC-Programms: Stimmen aus der Community

08.06.2026

73 Modellprojekte Smart Cities (MPSC) erproben stellvertretend für Kommunen in ganz Deutschland smarte Stadtentwicklung. Die ersten Projekte sind 2019 gestartet. Zeit für einen Rück- und Ausblick: Was war der wichtigste Motor des MPSC-Programms? Welche Erkenntnisse bleiben? Und worauf kommt es jetzt an? Wir haben Kommunen, wichtige Akteure und „kritische Freunde“ gefragt.

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Kommunale Familie entstanden

Frau hält einen Vortrag auf Bühne
Renate Mitterhuber DLR

Der zentrale Motor des MPSC-Programms war die intensive Zusammenarbeit der Kommunen quer durch Deutschland. Diese kam einerseits durch die Arbeits- und Entwicklungsgemeinschaften zustande, andererseits durch die persönlichen Treffen auf den Kongressen und Konferenzen, wodurch eine lebendige Community von engagierten und für das Thema Smart City begeisterten „Kommunalen“ entstanden ist. Diese kommunale Familie wird auch in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen, vor allem bei der Nachnutzung und der Skalierung von guten digitalen Lösungen in den Kommunen. Darüber hinaus gab es den schönen Effekt, dass in den Kommunen viel Know-how aufgebaut wurde, das helfen wird, mit den dynamischen Entwicklungen in der Digitalisierung Schritt zu halten, um die vielfältigen kommunalen Pflichtaufgaben besser erfüllen zu können.

Für die Zukunft hoffe ich, dass es gelingt, die Zusammenarbeit mit dem Bundesdigitalministerium und den Ländern so aufzustellen, dass digitale Basisinfrastrukturen geschaffen werden, die für jede Kommune zugänglich sind. Das ist und bleibt so wichtig für die digitale Transformation in den Kommunen.

Renate Mitterhuber Leiterin Referat Smarte Städte und Regionen im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

Ermöglichungsraum für das Südwest-Cluster

Zwei Frauen und eine Mann im Gespräch, im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen.
Philipp Reis (Landkreis St. Wendel l.) und Kira Keßler (Landkreis Kusel r.) haben Bundesbauministerin Verena Hubertz (von hinten zu sehen) beim MPSC-Kongress 2026 in Berlin das Südwest-Cluster vorgestellt. Reinaldo Coddou H.

Das MPSC-Programm war für das Südwest-Cluster vor allem ein Ermöglichungsraum: Es hat Kommunen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammengebracht, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen – begrenzte Ressourcen, steigende Anforderungen an Digitalisierung und der Bedarf an tragfähigen, interoperablen Lösungen. Aus einzelnen kommunalen Vorhaben ist eine Entwicklungsgemeinschaft entstanden, die bewusst auf Zusammenarbeit statt Insellösungen setzt.

Ermöglicht wurden dadurch nicht nur technische Entwicklungen, etwa der gemeinsame Aufbau einer weitgehend offenen, nachnutzbaren Smart-City-Datenplattform mit Datenkatalog, Open-Data-Portal, Visualisierung und konkreten Use Cases wie Pegelständen oder Mobilität. Ebenso wichtig ist der gemeinsame Lernprozess: Wissen, Kosten, Projektmanagement- und Vergabeaufwand sowie seltene IT-Expertise werden geteilt und dadurch effizienter eingesetzt.

Künftig kommt es darauf an, diese Kooperation über die Förderphase hinaus zu verstetigen – mit tragfähigen Betriebsmodellen, klaren Rollen, offenen Standards und der Bereitschaft, bewährte Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln statt kommunal immer wieder neu zu beginnen.

Philipp Reis, Leitung Stabstelle Digitalisierung, Landkreis Wendel

Ziel der bundeslandübergreifenden Entwicklungspartnerschaft im sogenannten Südwest-Cluster ist eine modular aufgebaute und skalierbare Datenplattform mit Schnittstellen zu weiteren Datenquellen. 

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Chance für Skalierung, Transfer und internationale Sichtbarkeit

Porträt
René Lindner DLR / Tobias Hartmann

Die Projektverantwortlichen in Verwaltungen und kommunalen Einrichtungen waren mit Innovationswillen, Praxisnähe und großem Engagement der eigentliche Motor des MPSC-Programms. Sie haben Lösungen gemeinsam entwickelt, Erfahrungen geteilt und damit gezeigt, wie kommunale Digitalisierung kooperativ gelingen kann.

Einen wichtigen Beitrag leisteten darüber hinaus das BMWSB sowie die scheidende KTS, die mit Kongressen, Regionalkonferenzen, der Smart City Akademie sowie zahlreichen Leitfäden und Arbeitshilfen wesentlich zu Wissenstransfer, Vernetzung und Verstetigung beigetragen haben. Dadurch hat das Thema Smart Cities in Deutschland deutlich an Reichweite und Sichtbarkeit gewonnen.

Die im Rahmen der MPSC entstandene Zusammenarbeit entspricht zugleich der Linie des Deutschen Städtetages, der im Positionspaper „Lichtermeer statt Leuchttürme“ (2022) hervorhebt, dass kommunale Digitalisierung nur dann erfolgreich sein kann, wenn Lösungen gemeinsam nutzbar, interoperabel und übertragbar gestaltet werden. Die Projekte haben hierfür bereits konkrete Beispiele geschaffen – von urbanen Datenplattformen über Smart-City-Apps bis hin zu digitalen Zwillingen.

Entscheidend sind nun die Verstetigung und Skalierung der entwickelten Lösungen. Smart-City-Ansätze dürfen nicht mit dem Ende einzelner Förderphasen auslaufen, sondern müssen langfristig finanziert, weiterentwickelt und allen Kommunen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Zugleich bietet sich die Chance, erfolgreiche Lösungen deutscher Kommunen international sichtbar zu machen und zusätzliche Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

Dr. René Lindner, Digitalisierungsbeauftragter Deutscher Städtetag

Ökosystem mit breiter Wirkung

Gruppe von Menschen hält eine Urkunde und einen Blumenstrauß hoch.
NRW-Staatssekretär Daniel Sieveke und der Beauftragte der Landesregierung für interkommunale Zusammenarbeit Thomas Hunsteger-Petermann haben im Mai 2026 einer Delegation der Stadt Gütersloh um Dezernent Carsten Schlepphorst den „Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit 2.0“ des Landes NRW für das Digitalprojekt „Urban Stack“ überreicht. Stadt Gütersloh

Mit dem „Urban Stack“ ist es uns gelungen, eine Infrastruktur zu schaffen, die digitale Souveränität stärkt: durch offene Standards, gemeinsame Entwicklung und hohe Nachnutzbarkeit. Gemäß dem Ansatz „Von Kommunen für Kommunen“ fließen die Anforderungen und Kompetenzen der beteiligten Städte direkt in die Entwicklungen ein. Im „Urban Stack“ können wir Daten zusammenführen und nutzbar machen, etwa für einen effizienteren Katastrophenschutz durch die intelligente Verknüpfung von Datenquellen. Das Projekt ermöglicht neue Formen der interkommunalen Zusammenarbeit. So ist ein digitales Ökosystem entstanden, das weit über Gütersloh hinaus Wirkung entfalten kann. Für die Zukunft kommt es darauf an, als Kommunen diese Offenheit und Zusammenarbeit konsequent weiterzuführen – gemeinsam Standards zu entwickeln, Wissen zu teilen und digitale Lösungen interoperabel zu gestalten.

Carsten Schlepphorst, Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr, Stadt Gütersloh

Der „Urban Stack“ ist eine Open-Source-basierte digitale Plattform der Stadt Gütersloh, die durch ein Mandantenmodell so aufgebaut ist, dass sie von weiteren Kommunen gemeinsam genutzt und flexibel an unterschiedliche lokale Anforderungen angepasst werden kann. Das Projekt wurde unter anderem mit dem DIGITAL-Award der KommDIGITALE sowie dem „Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit 2.0“ des Landes NRW ausgezeichnet. 

www.urbanstack.de 
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Unsere Stärke: Die Zusammenarbeit von elf Kommunen im Ilzer Land

Porträt
Carolin Pecho Gemeinde Ringelai

Aus Sicht des Ilzer Lands war das MPSC-Programm vor allem ein Ermöglicher und Beschleuniger: Es hob die interkommunale Entwicklung strategisch, finanziell und organisatorisch auf ein neues Niveau. Aus Ideen in den Kommunen wurden konkrete, gemeinsam getragene Maßnahmen für Ortskerne, Teilhabe, Kommunikation und Dateninfrastruktur. Wichtig war, von der Konzeptphase in die Umsetzung zu kommen, Projekte zu finanzieren und Digitales sowie Analoges zusammenzudenken. Der Ansatz lautet: digital werden, aber analog bleiben. Digitale Lösungen sollen Begegnung, Gemeinschaft und Beteiligung stärken, etwa durch hybride Dorfzentren, hybride Kommunikation, MITREDEN sowie gemeinsame Daten- und Kommunikationsstrukturen. Die Stärke liegt in der Zusammenarbeit von elf Kommunen: Jede Maßnahme antwortet auf lokale Bedürfnisse und schafft zugleich Mehrwert für die Region. Künftig kommt es vor allem auf Verstetigung an: tragfähige Strukturen, klare Zuständigkeiten und echte Mehrwerte im Alltag.

Dr. Carolin Pecho, 1. Bürgermeisterin Gemeinde Ringelai

SMARTE HANSE: Städtenetzwerk mit Potenzial

Porträt
Johannes Wolff Hansestadt Rostock

Digitalisierung und Smart City leben nicht allein von Technik, sondern vor allem vom Austausch auf Arbeitsebene: voneinander lernen, Erfahrungen teilen, konkrete Fragen schnell klären und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. Genau das hat das MPSC-Programm ermöglicht. Aus einzelnen kommunalen Ansätzen ist ein regelmäßig geplanter Austausch zwischen den Kommunen in Norddeutschland entstanden, der Wissenstransfer strukturiert und Vertrauen zwischen den beteiligten Städten aufgebaut hat.

Besonders wichtig ist für mich, dass daraus nun erste praktische Vorhaben wachsen. Aktuell arbeiten wir an einem Projekt zum städteübergreifenden Datenaustausch zur Wasserqualität. Künftig kommt es darauf an, diese Zusammenarbeit weiter zu verstetigen: mehr gemeinsame Standards, mehr geteilte Erfahrungen und perspektivisch auch der gemeinsame Betrieb von Smart-City-Lösungen. Darin liegt großes Potenzial in unserem noch jungem Städtenetzwerk SMARTE HANSE.

Johannes Wolff, Leitung Smart City, Hansestadt Rostock

Die SMARTE HANSE ist ein kommunales Netzwerk norddeutscher Städte und Regionen, das gemeinsam digitale und datenbasierte Lösungen für Smart Cities und Smart Regions entwickelt und skaliert. 

www.smarte-hanse.de

Förderung als Startschuss

Porträt
Ivan Aćimović, Stadt Freiburg Stadt Freiburg

Die MPSC-Förderung hat in Freiburg einen entscheidenden Wandel angestoßen: Sie förderte die Zusammenarbeit, die den Weg für wegweisende Innovationen wie die Datenplattform DATEN:RAUM:FREIBURG ebnete. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Errungenschaften fest in der Stadtentwicklung zu verankern und sie für das Gemeinwohl zu nutzen. Die Förderung war mehr als nur ein Startschuss – sie war der Grundstein für ein widerstandsfähiges, bürgernahes und datengestütztes Freiburg.

Ivan Aćimović, Stadt Freiburg

Enormes Engagement in den MPSC

Porträt
Christian Rauch BBSR

Die Smart City Charta war der zentrale Ausgangspunkt des MPSC-Förderprogramms. Bis heute bildet sie die gemeinsame Basis, auf der die geförderten Städte und Gemeinden zunächst ihre individuellen Strategien entwickelt haben, um definierte städtische oder kommunale Ziele zu erreichen. So wurde die Grundlage für die anschließend entwickelten Smart-City-Maßnahmen geschaffen. Dass diese vielfältigen Entwicklungen heute wirkungsvoll zur Lösung konkreter städtebaulicher Probleme ebenso beitragen wie zur Bewältigung von Herausforderungen in der Regionalentwicklung, ist ein großartiger Erfolg des Förderprogramms – und dem enormen Engagement in den Modellprojekten Smart Cities zu verdanken. Darüber hinaus entstehen vielfach neuartige digitale Ökosysteme, die zu schnelleren, effizienteren Prozessen und besseren Entscheidungen beitragen. Davon profitieren die kommunalen Verwaltungen, die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, die Daseinsvorsorge und vieles andere mehr. 

Jetzt kommt es darauf an, diese modellhaften Lösungen und das Mindset derjenigen, die sie umgesetzt haben, in die breite kommunale Landschaft zu tragen und Nachnutzung im großen Stil zu erreichen, um unsere Republik zu einem Land smarter Städte und Regionen zu machen.

Christian Rauch, Leiter des Smart-City-Referats im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Stadtforschung wurde um digitale Disziplinen erweitert

Porträt
Jens Libbe Difu

Neben den vielfältigen Wirkungen des MPSC-Programms in den Kommunen sehe ich für die Wissenschaft die Wirkung vor allem darin, dass das zu Beginn stark von wirtschaftlichen Interessen getriebene Thema der Smart City anschlussfähig für das Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung gemacht werden konnte und damit auch für die Stadtforschung insgesamt. Mehr noch, die Stadtforschung wurde um wichtige Disziplinen wie Informatik und Softwareengineering erweitert. Für die Zukunft wird es wichtig sein, das entstandene transdisziplinäre Zusammenwirken zu pflegen und gemeinsam die Themen der digitalen Stadt zu spielen. Aus diesem Grund hat sich das Wissenschaftsnetzwerk Smart City konstituiert. Es trägt den Vernetzungsgedanken der Modellprojekte Smart Cities weiter und baut ihn aus.

Dr. Jens Libbe, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)

Die interaktive  Wissenschaftslandkarte macht sichtbar, wer in Deutschland zu smarten Städten und Gemeinden forscht.

Vom Einzelprojekt zum gemeinsamen Lernraum

Porträt
Andree Pruin privat

Der Motor der Modellprojekte Smart Cities war nie die einzelne digitale Anwendung, sondern der Anspruch, kommunale Digitalisierung strategisch zu denken: als Teil moderner Kreis- und Stadtentwicklung und als Beitrag zu einer gemeinwohlorientierten digitalen Daseinsvorsorge. Möglich gemacht haben das vor allem die Projektteams in den Kommunen, die vor Ort neue Wege erprobt haben. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) hat Erfahrungen sichtbar gemacht, Wissen gebündelt und Kommunen miteinander ins Gespräch gebracht, die sonst vielerorts nebeneinander an ähnlichen Fragen gearbeitet hätten. So ist aus einzelnen Modellprojekten ein gemeinsamer Lernraum entstanden. Dieses Wissen sollte nun weiter in die Fläche wirken, auch dorthin, wo keine Förderung zur Verfügung stand.

Deshalb kommt es nun darauf an, das Geschaffene zu verstetigen. Nachnutzung entsteht nicht allein dadurch, dass Lösungen offen bereitgestellt oder gute Beispiele dokumentiert werden. Kommunen müssen vielmehr Einführungshilfen, Support sowie tragfähige Betriebs- und Finanzierungsmodelle an die Hand gegeben werden. Gerade weil eine dauerhafte Anschlussstruktur derzeit nicht gesichert ist, bleibt der Bedarf an einem Kompetenzzentrum oder einer vergleichbaren Struktur für Beratung und Skalierung bestehen.

Dazu braucht die Anschlussphase auch eine gute ressortübergreifende Koordination. Smart Region, Smart City und Verwaltungsdigitalisierung sollten stärker zusammengedacht werden, insbesondere bei Daten, Schnittstellen, Standards und Betrieb. Die kommunalen Spitzenverbände sollten dabei frühzeitig eingebunden werden. Was die MPSC begonnen haben, darf mit dem Förderende nicht versanden, sondern sollte dauerhaft für die kommunale Praxis nutzbar bleiben.

Andree Pruin, Referatsleiter für Digitale Daseinsvorsorge, Smart Region, Datennutzung und Künstliche Intelligenz beim Deutschen Landkreistag

Raus aus der Förderlogik

Porträt
Miriam Marnich DStGB / Tanja Fügener.

Städte und Gemeinden im MPSC-Programm sehen in effizienten, bürgernahen und nachhaltigen, sektorübergreifenden digitalen Lösungen eine immense Chance, um die Lebens- und Standortqualität zu stärken und ihre Kommunen in diesen herausfordernden Zeiten gut aufzustellen. Smarte Städte und Gemeinden stehen für handlungs- und leistungsfähige Institutionen. Dies stärkt das Vertrauen in den Staat und damit insgesamt in unsere Demokratie.´

Insbesondere dort, wo sich die Auswirkungen des demografischen Wandels zeigen, wo die Nahversorgung, der Nahverkehr, die medizinische Versorgung, potenzielle Fach- und Arbeitskräfte und womöglich auch das bürgerschaftliche Engagement und das Vertrauen in den Staat zurückgehen, ist die Motivation der Kommunen besonders hoch. 

Porträt
Alexander Handschuh DStGB / Tanja Fügener

Angesichts dieser besonderen Bedeutung müssen „Smarte Städte und Regionen“ aus der bisherigen Förderlogik als Modellprojekte herausgeführt und in dauerhafte, übertragbare Strukturen überführt werden, die allen Kommunen zugutekommen. Die Umsetzung und Finanzierung der Maßnahmen aus dem „Stufenplan Smarte Städte und Regionen“ durch Bund und Länder sind hierfür eine ganz zentrale Voraussetzung. Dabei geht es insbesondere um die Weiterentwicklung des „Marktplatzes Deutschland Digital“ des IT-Planungsrates zu einer echten kuratierten Beschaffungsplattform, die ein breites Angebot öffentlich-rechtlicher sowie privatrechtlicher digitaler Lösungen bereitstellt, und um die grundlegende Finanzierung eines Kompetenzzentrums, das die Unterstützung, Beratung, Informationsbereitstellung und den Kompetenzaufbau für alle Kommunen sichert.

Jetzt darf der Übergang vom Modellprojekt in die Fläche nicht länger an mangelndem politischem Willen, unklaren Zuständigkeiten und fehlenden finanziellen Grundlagen scheitern. Ansonsten wird die große Chance der dringend notwendigen Staatsmodernisierung durch eine flächendeckende Digitalisierung sehenden Auges verspielt.

Miriam Marnich und Alexander Handschuh, Deutscher Städte und Gemeindebund 

Abstrakte Themen greifbar machen

Drei Frauen
Dorothee Fricke, Silvia Oster und Nicole May (v.l.n.r.) DLR

Smart City in Deutschland sichtbar und oft abstrakte Themen greifbar machen: Das war und ist unser Antrieb als Chefredaktion der KTS. Aus dem kontinuierlichen Austausch im MPSC-Programm sind Geschichten, gute Beispiele und wertvolle Vernetzungen entstanden. Dafür stehen die Wissens- und Vernetzungsplattform Smart-City-Dialog.de, unser LinkedIn-Kanal und nicht zuletzt der Newsletter Smart City Praxiswissen. Nun geben wir die Aufgabe, das Förderprogramm kommunikativ zu begleiten, weiter und verabschieden uns von Ihnen und euch. 

Besonders freut uns, wie die Community innerhalb und über die Modellprojekte Smart Cities hinaus zusammengewachsen ist. Ihre und eure Anregungen, Erfahrungen und der offene Austausch haben unsere Arbeit erst möglich und erfolgreich gemacht. Wir bedanken uns für all den Input und dafür, dass wir diese inspirierende Community aktiv bis jetzt begleiten durften.

Für die Zukunft kommt es darauf an, diesen Spirit weiterzutragen: Erfahrungen offen zu teilen, voneinander zu lernen und authentisch zu kommunizieren, wie Smart City zur Lösung kommunaler Herausforderungen beitragen kann!

Dorothee Fricke, Nicole May, Silvia Oster, Chefredaktion KTS, DLR Projektträger

 

Die Umfrage ist zuerst in unserem Newsletter (Ausgabe 3/2026) Smart City Praxiswissen erschienen.