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Wie in Projekt „Verkehrsflussanalysen“ bereits ausgeführt, besteht ein Teil des innerstädtischen Verkehrs aus Pendlerinnen und Pendlern, deren Pendelverhalten per Kfz bislang noch nicht näher untersucht werden konnte. Die in Projekt „Verkehrsflussanalysen“ angeschaffte Technik erfasst zwar das Verkehrsverhalten in definierten Situationen, kann aber nicht nachvollziehen, wo ein Fahrzeug in die Innenstadt hineinfährt und wo es wieder hinausfährt. Dieses Wissen ist jedoch relevant, um Pendlerströme zu erfassen und nachzuvollziehen. Auf Grundlage dieser Daten können z.B. der Umweltverbund gezielt gestärkt werden, um so den Umstieg von PKW auf klimafreundliche Alternativen zu fördern oder bedarfsgerechte Park-and-Ride-Anlagen an den Stadtgrenzen geschaffen werden. Folgend kann die fortlaufende Erfassung des Pendelverhaltens genutzt werden, was temporäre oder dauerhafte Maßnahmen letztlich bewirkt haben. Ein besseres Verständnis der Pendlerströme kann also dazu beitragen, effiziente Verkehrslösungen und nachhaltige städtische Entwicklungen zu fördern.
Um die Pendlerströme zu erfassen, sollen Kameras angeschafft werden, die die Kennzeichen von Fahrzeugen erfassen und diese direkt auf der Kamera verschlüsseln. Mithilfe dieses verschlüsselten Wertes können dann für einen Zeitraum von 7 Tagen die Kennzeichen verschiedener Fahrzeuige verglichen und tageszeitabhängig wiedererkannt werden. In Kombination mit der Position der Kameras ergeben sich konkrete und stets aktuelle Erkenntnisse über das Pendelverhalten. Der Datenschutz wird hierbei eingehalten, da kein Rückschluss auf das Kennzeichen und somit die individuellen Fahrzeuge möglich ist.
Die Daten werden anschließend auf der urbanen Datenplattform (vgl. Maßnahme „Digitaler Zwilling") der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Zu diesen Daten gehören die richtungsgenauen Zähldaten an den jeweiligen Positionen der Kameras in Abhängigkeit von der Tageszeit (hier können prozentuale Auswertungen bezüglich Anteile von E-Autos in einem vorgegebene Zeitintervall angefügt werden), d.h. der Verkehrsfluss in und aus dem Stadtgebiet Osnabrück in Form von Tagesganglinien, Statistiken zu Ein- und Auspendelnden unter Berücksichtigung der Einfahrts- und/oder Ausfahrtsrichtung sowie Zahlen zu Durchfahrten durch das Stadtgebiet, Statistiken zu wiederkehrenden Routinen innerhalb einer Woche (beispielsweise wochentags abhängige Auslastungszahlen pro Position). Je nach Ausbau des Netzes können auch reale Verkehrsflüsse entlang der Magistralen (Hauptverkehrslinien) und sehr grobe Quelle/Zielbeziehungen beispielsweise in Form von Heat-Maps veröffentlicht werden.