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Die Teilmaßnahme Datenplattform bildet die zentrale Daten- und IoT-Infrastruktur der Smarten Region Sankt Wendeler Land. Ziel ist es, Daten aus den Smart-City-Maßnahmen, aus Verwaltung, IoT-Infrastruktur, Wirtschaft, Wissenschaft, Vereinen und Bürgerschaft datenschutzkonform zu bündeln, aufzubereiten und für unterschiedliche Nutzergruppen zugänglich zu machen. Damit soll ein zentraler Austauschpunkt für kommunale Daten entstehen, der Datensilos abbaut und eine gemeinwohlorientierte, datenbasierte Kreisentwicklung unterstützt.
Im ersten Schritt wird ein Open-Data-Modul aufgebaut. Verwaltungs- und IoT-Daten sollen maschinenlesbar, strukturiert und über geeignete Schnittstellen zur freien Verwendung bereitgestellt werden. Auch Daten Dritter können eingebunden werden, etwa aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft. Das im Aufbau befindliche LoRaWAN kann dabei als Datenquelle dienen und kommunale Sensorik, Umwelt- oder Infrastrukturdaten in die Plattform einspeisen.
Ein weiterer Bestandteil ist ein Datendashboard. Dieses bereitet vorhandene Daten visuell und verständlich auf. Nutzerinnen und Nutzer sollen Dashboards nach eigenen Bedarfen zusammenstellen können, etwa zu Umwelt-, Verkehrs-, Infrastruktur- oder Energiedaten. Ergänzend ist ein Data-Blog vorgesehen, der abstrakte Daten durch Data-Storytelling niedrigschwellig erklärt und so auch Menschen ohne fachlichen Datenhintergrund erreicht. Business-Intelligence-Werkzeuge ermöglichen darüber hinaus eigene Analysen, Reportings und die gemeinsame Weiterentwicklung datenbasierter Auswertungen.
Perspektivisch sollen spezielle Module für Kreis- und Stadtentwicklung entstehen. Ein Katastrophenschutzmodul soll IoT-Daten, etwa zu Pegelständen, Waldbrandgefahren oder weiteren Anomalien, auswerten und relevante Stellen schneller informieren. Ein Infrastrukturmodul stellt Daten für Kreisentwicklungsplanung, kommunale Wärmeplanung und Energiemonitoring bereit. Ein Verkehrsmodul bündelt Daten zu Verkehrszählung, Fußgängerströmen, Parkraum und Umwelteinflüssen.
Die Datenplattform wird in einer Entwicklungsgemeinschaft des Südwest-Clusters modular entwickelt und soll auf offenen Standards, offenen Schnittstellen und Open-Source-Prinzipien beruhen. Sie dient als Querschnittmaßnahme für weitere Smart-City-Projekte und schafft die Grundlage für transparente Entscheidungen, neue Anwendungen, regionale Wertschöpfung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung.