Vernetzte Gesellschaft - Kosis Data Explorer

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Beschreibung

Ausgangslage und Zielsetzung Die moderne Stadtentwicklung steht vor der Herausforderung, wachsende Datenmengen aus dem Melderegister zeitnah und präzise für strategische Entscheidungen zu nutzen. Traditionelle Statistiksysteme stoßen bei hochdimensionalen Daten oft an Performance-Grenzen, was ad-hoc-Analysen erschwert. Der KOSIS-Data Explorer wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen. Als webbasiertes Open-Source-Tool ermöglicht er kommunalen Fachabteilungen einen hochperformanten, datenschutzkonformen und intuitiven Zugriff auf Bevölkerungsdaten. Das Ziel ist die Transformation der Statistikstelle von einer reinen Datenverwaltung hin zu einem modernen Informationsdienstleister für Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft.
Funktionsweise und technische Innovation Der Explorer fungiert als leistungsstarke Ergänzung zur bestehenden HHStat-Systemlandschaft (z. B. Ewopeak, MigraPro, HHGen). Nach der Plausibilisierung in den Fachverfahren werden die Daten in den Explorer geladen. Das Herzstück ist eine Elasticsearch-Architektur, die es erlaubt, selbst Millionen von Datensätzen in Millisekunden zu filtern und zu aggregieren.
• Echtzeit-Analyse: Komplexe Abfragen über Merkmale wie Alter, Nationalität, Haushaltstyp und Stadtteil werden in Sekunden visualisiert.
• Interaktive Visualisierung: Mittels Sunburst-Diagrammen, Zeitreihen und Karten (inkl. Geodaten-Anbindung) werden demografische Trends sofort greifbar.
• Datensouveränität: Durch den Einsatz von Open-Source-Technologien (Elasticsearch, Linux, JavaScript) behält die Kommune die volle Kontrolle über ihre Daten und vermeidet Lizenzkosten sowie Abhängigkeiten von Drittanbietern.

Besonderheiten: Katastrophenschutz und Transfer Ein herausragendes Merkmal ist die Entwicklung einer „Light“-Version. Diese ist speziell auf die Bedarfe des Katastrophenschutzes zugeschnitten, um Einsatzkräften (z. B. Feuerwehr) im Evakuierungsfall sofort aggregierte Informationen über die betroffene Bevölkerung im Einsatzradius zu liefern. Zur Förderung der bundesweiten Nachnutzung wurde zudem ein Demo-Tool mit 200.000 synthetischen Datensätzen erstellt. Dies erlaubt es anderen Kommunen, das System hürdenfrei zu testen, ohne mit sensiblen Echtdaten arbeiten zu müssen. --> www.kaiserslautern.de/kosisdataexplorer

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