Nationale Dialogplattform

Technologien entwickeln sich rasant weiter. Unternehmen und der Einzelne setzen sie in allen Bereichen des Lebens weltweit immer vielfältiger ein. Die Menschen erwarten, dass Städte und Gemeinden die neuen Möglichkeiten nutzen um eine effiziente, bürgerfreundliche Verwaltung zu schaffen und lebenswerte Kommunen zu gestalten.

Mit den Entwicklungen und Erwartungen stellen sich viele Fragen: Führt Digitalisierung zu mehr Ressourcen-Effizienz? Werden neue, innenstadtverträgliche Produktionsformen möglich? Wie sieht der neue Arbeitsalltag aus und welche Kompetenzen brauchen wir, um den digitalen Wandel in unseren Kommunen zu gestalten?

Zur Auseinandersetzung mit Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Stadtentwicklung hat die Bundesregierung 2016 die Nationale Dialogplattform Smart Cities eingerichtet. Ihr Ziel ist, die digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig und im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung zu gestalten. Im November 2019 startete die 2. Phase der Nationalen Dialogplattform Smart Cities.

 

Smart City Charta

Mit der Smart City Charta legte die Dialogplattform 2017 Leitlinien und Empfehlungen vor, wie die digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig und im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung gestaltet werden kann. Die Orientierung an der Charta soll es den Kommunen ermöglichen, die Digitalisierung aktiv und zielgerichtet zu gestalten.

Die Dialogplattform begleitet nun die Umsetzung und Fortentwicklung der Charta und erarbeitet vertiefte Leitlinien zu Datenstrategien für die Stadtentwicklung.

 

Forschungscluster Smart Cities

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) forscht zu Fragen der gemeinwohlorientierten, nachhaltigen Digitalisierung der Städte. Mittels Studien, Gutachten, Projekten, Analysen von Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland sowie Expertengesprächen wird analysiert, wie Kommunen die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung nutzen und dabei die Risiken so gering wie möglich halten können.

Ziele des Forschungsclusters sind es:

• die Digitalisierung und deren Folgen für die Stadtentwicklung zu beobachten, zu verstehen und zu begleiten,

Strategien zur zukunftsfähigen Gestaltung der Digitalisierung in den Städten zu entwickeln und Modellprojekte zu initiieren.

Das Forschungscluster greift in konkreten Studien und Projekten die im Rahmen der Dialogplattform Smart Cities entwickelten Leitlinien der Smart City Charta auf. So entwickelt das BBSR gemeinsam mit Kommunen in digitalen Lernlaboren neue Wege zum Kompetenzaufbau für den Umgang mit neuen Medien sowie mit großen Datenmengen in Verwaltungen und Zivilgesellschaft. Berücksichtigt wird darin auch der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und die Wahrung der kommunalen Datenhoheit. Studien des Forschungsclusters zum Thema neue Wissensgewinnung und -verarbeitung ergänzen dies. Die Smart City Charta fordert, dass digitale Transformation die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben fördern sollte und Digitalisierung nicht zum Ausschluss Einzelner oder ganzer Bevölkerungsgruppen führen darf. Hier unterstützt das BBSR durch Studien zum Thema digitale Inklusion und neuen Formen der Teilhabe. In mehreren Studien greift das Forschungscluster rechtliche Fragen der digitalen Stadt auf, etwa zum Aufbau kommunaler Geschäftsmodelle, zum Nutzen und in Wert setzen kommunaler Daten, zu Rechts- und Organisationsformen in Städte und Gemeinden zur Gestaltung des digitalen Wandels, zu Anforderungen und Möglichkeiten des Vergaberechts sowie zur Daseinsvorsorge. Das Forschungscluster liefert somit konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung der Smart City Charta vor Ort.

Handreichung, die Städte und Gemeinden bei der Erstellung von Smart City-Strategien und -projekten unterstützt sollen und werden derzeit mit Fallstudien und Planspielen erarbeitet. Geprüft wird dabei, wie die Digitalisierung in die Stadtentwicklung integriert und Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung umgesetzt werden können. Das Forschungscluster untersucht darüber hinaus die Digitalisierung des Einzelhandels, den Stadtverkehr, die Stadtökonomie, neue Medien und ihre Bedeutung für die Stadtentwicklung sowie die Messung von Wirkungen von Smart City-Vorhaben. Die Ergebnisse der Studien fließen weiterhin in die Diskussionen der Dialogplattform Smart Cities ein.

 

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Kontakt

Julia Schönhärl

Geschäftsstelle Nationale Dialogplattform Smart Cities
smart-city-dialog@ifok.de

 

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