Blick aus dem Publikum auf eine Frau in einer Vortragssituation
Reinaldo Coddou H.

Modulbibliothek zu City-Apps: Eigenentwicklung ist smart, Nachnutzung ist smarter

07.05.2026

Welche Funktionen bieten bestehende Open-Source-City-Apps bereits, und was lässt sich davon für die eigene Kommune nutzen? Eine neue Modulbibliothek, als Wissensprodukt der Arbeitsgruppe „City Apps“, gibt darauf erstmals einen strukturierten Überblick. Sie zeigt, welche Bausteine bereits existieren – und lädt Anbieter dazu ein, Teil eines wachsenden Ökosystems für digitale Lösungen zu werden.

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Digitale Anwendungen wie City-Apps gehören für viele Kommunen inzwischen zum festen Bestandteil moderner Daseinsvorsorge, ob für Bürgerservices, Veranstaltungen, Verkehrswege oder andere hilfreiche Informationen. Dabei entstehen häufig ähnliche Funktionen parallel, obwohl vergleichbare Lösungen längst existieren.

Die neue Modulbibliothek für Open-Source-City-Apps, entstanden aus der Arbeitsgruppe „City Apps“ der Modellprojekte Smart Cities (MPSC), setzt hier genau an. Sie macht sichtbar, welche Funktionalitäten bereits in der Praxis umgesetzt wurden. Ob Veranstaltungskalender, Serviceangebote oder Mobilitätsfunktionen: Die Bibliothek gibt einen strukturierten Überblick über Module, die in Open-Source-City-Apps bereits im Einsatz sind, und damit über Lösungen, die andere Kommunen direkt nutzen und nicht mehr neu entwickeln müssen.

Nachnutzung statt Neuentwicklung

Die Bibliothek verfolgt ein klares Ziel: Nachnutzung stärken und Doppelentwicklungen vermeiden. Kommunen erhalten einen schnellen Überblick über bestehende Module und können gezielt prüfen, welche Bausteine sich für eigene Anwendungen eignen.

Bereits vertreten sind unter anderem Lösungen von Smart Village Solutions und SWCode. Die Sammlung versteht sich als offenes, wachsendes Angebot. Je mehr Lösungen sichtbar werden, desto größer wird der Nutzen für alle, denn das bedeutet: weniger Doppelentwicklungen, mehr Austausch und bessere Anschlussfähigkeit zwischen Projekten.

Mit dieser Bibliothek als Wissensprodukt aus den MPSC wird ein zentraler Gedanke des Bundesförderprogramms erfüllt und greifbar: Open Source ermöglicht nicht nur Transparenz, sondern auch Zusammenarbeit. Kommunen können auf bestehenden Lösungen aufbauen, diese anpassen und gemeinsam weiterentwickeln.

Einladung zur Mitgestaltung

Die Modulbibliothek sieht sich als wachsendes Angebot, das von weiteren Beiträgen lebt. Ziel ist es, ein möglichst breites Spektrum an Funktionen, Modulen und Lösungsansätzen abzubilden.

Die Arbeitsgruppe City Apps sucht daher weitere Anbieter, Kommunen und Entwicklerinnen und Entwickler, die ihre Open-Source-City-Apps oder einzelne Module einbringen möchten. Wer sich beteiligt, macht eigene Lösungen sichtbarer, stärkt die Nachnutzung und wird Teil eines gemeinsamen Lern- und Entwicklungsraums.