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Die Teilmaßnahme Lasten-E-Bikes erweitert die Smarte digitale Dorfmitte um ein niedrigschwelliges, nachhaltiges Mobilitätsangebot für kurze Wege im ländlichen Raum. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger dabei zu unterstützen, die letzte Meile bei Einkäufen, Erledigungen und der Abholung von Lebensmitteln klimafreundlich zurückzulegen. Dafür werden in ausgewählten Gemeinden modellhaft elektrisch unterstützte Lastenräder bereitgestellt, mit denen Waren, Einkäufe oder Gegenstände des täglichen Bedarfs transportiert werden können. Die Maßnahme ergänzt damit die nachhaltige Nahversorgung, insbesondere im Zusammenspiel mit Smart Village, keepFresh und den geplanten RegionalBoxen.
Die Lasten-E-Bikes sollen nicht isoliert betrachtet werden, sondern mit den Mobilitätsbausteinen WeMoDigital und Verteilte Mobilität verschmelzen. Über eine offene, digitale Buchungs- und Verwaltungsplattform, die in die SmaWeLa-App integriert wird, können die Räder perspektivisch gesucht, gebucht und genutzt werden. Gleichzeitig sollen sie in WeMoDigital als Teil des neuen Mobilitätsnetzwerks sichtbar gemacht werden. Dort können Informationen zu Verfügbarkeit, Standorten, Nutzungsmöglichkeiten und perspektivisch auch CO2-Einsparungen dargestellt werden. Durch ein Anreizsystem können Bürgerinnen und Bürger zusätzlich motiviert werden, kurze Wege nicht mit dem privaten Pkw, sondern mit einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel zurückzulegen.
In Verbindung mit der Teilmaßnahme Verteilte Mobilität werden die Lasten-E-Bikes als Bestandteil eines landkreisweiten Netzes aus Mobilitätsstationen und Verknüpfungspunkten gedacht. Diese Stationen bündeln unterschiedliche Mobilitätsangebote, erleichtern den Umstieg auf den Umweltverbund und schaffen praktische Zugänge zu nachhaltiger Alltagsmobilität. Die Lasten-E-Bikes können dort als Sharing-Angebot eingebunden werden und insbesondere Wege zwischen Wohnort, Nahversorgung, RegionalBox, Ortskern oder ÖPNV-Haltepunkten erleichtern.
Zunächst soll die Maßnahme in einem Pilotgebiet getestet werden, um Erkenntnisse über Nutzung, Buchungssystem, Standortwahl, Wartung und Akzeptanz zu gewinnen. Als potenzieller Standort wurde die Allerburg in der Gemeinde Namborn benannt. Auf Basis der Erfahrungen kann das Angebot schrittweise angepasst und auf weitere geeignete Standorte übertragen werden. Die Maßnahme leistet damit einen Beitrag zur Belebung der Ortskerne, zur besseren Erreichbarkeit von Nahversorgungsangeboten, zur Reduzierung von Pkw-Fahrten und zum Ziel des Null-Emissions-Landkreises. Zugleich werden Einstiegshürden für nachhaltige Mobilität gesenkt, da Bürgerinnen und Bürger die Räder unkompliziert ausprobieren und in ihren Alltag integrieren können.