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Der ÖPNV im Amt Süderbrarup war bis Ende 2021 maßgeblich auf die Schülerbeförderung ausgerichtet und bot außerhalb dieser Zeiten nur eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten. Im Rahmen des Smart-City-Projektes führte das Amt Süderbrarup in Kooperation mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) und dem Kreis Schleswig-Flensburg einen On-Demand-Ridepooling-Verkehr als Ergänzung zum bestehenden liniengebundenen ÖPNV ein.
Dieses bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebot startete im Dezember 2021 und etablierte sich schnell als alltagstaugliche Alternative zum eigenen Auto. Die Fahrzeuge waren im gesamten Amtsgebiet unterwegs und konnten flexibel zu gewünschten Zeiten per App oder telefonisch gebucht werden. Das Angebot richtete sich an alle Einwohnerinnen und Einwohner sowie saisonal auch an Gäste der Region. Insbesondere Menschen, die nicht oder nicht mehr selbst Auto fahren konnten, profitierten von der neuen Form der Mobilität.
Ein besonderer Fokus lag auf der sogenannten „letzten Meile“ im ländlich geprägten Raum. In Ortsteilen ohne unmittelbaren Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr wurde so erstmals eine flexible und bedarfsgerechte Mobilität ermöglicht. Durch ein System aus realen und virtuellen Haltestellen im unmittelbaren Wohnumfeld konnten auch mobilitätseingeschränkte Personen das Angebot niedrigschwellig nutzen.
Die im Betrieb erhobenen Daten – insbesondere durch die NAH.SH – lieferten wertvolle Erkenntnisse zu Nutzungsverhalten, Nachfrage und Potenzialen im ländlichen Raum. Diese Daten bildeten die Grundlage für die erfolgreiche Bewerbung um Bundesfördermittel und die Weiterentwicklung des Angebots.
Auf dieser Basis startete zum 01.04.2024 das Folgeprojekt SMILE24 (Schlei Mobilität innovativ, ländlich, emissionsfrei und 24/7). Ziel war es, das Angebot weiter auszubauen, zu verstetigen und noch stärker in den Alltag der Menschen zu integrieren. Das Projekt lief bis zum 31.12.2026 und konnte durch die hohe Akzeptanz und Nachfrage in der Region überzeugen.
Aufgrund dieser positiven Entwicklung wurde das Mobilitätsangebot in angepasster Form über die Förderphase hinaus weitergeführt. Damit ist es gelungen, ein innovatives Verkehrsangebot nicht nur zu erproben, sondern dauerhaft im ländlichen Raum zu etablieren und als festen Bestandteil der regionalen Mobilität zu verankern.