Karten sind mächtige Instrumente. Sie sortieren die Welt, trennen das Wichtige vom Unwichtigen. Ein Blick auf die Karten-App und wir entscheiden, ob wir den Bus zur Arbeit nehmen, wo wir einkaufen, was wir auf unserem Wochenendausflug unternehmen. Wer Karten zur Verfügung stellt, entscheidet darüber, was wichtig ist und was unwichtig: Ob Nutzende zuerst eine Kirche angezeigt bekommen oder das Nachbarschaftscafé, ob der Wanderweg sofort ins Auge sticht oder ein Einkaufszentrum. Auf welche Weise Karten die Welt sortieren, hängt vom Anbieter ab. Dienste wie Google Maps sind darauf ausgerichtet, über das Kuratieren von Restaurants oder Carsharing-Anbietern Geld zu verdienen und Daten über unser Alltagsverhalten zu sammeln. Doch kommunale Karten funktionieren anders.