Studierende arbeiten in einer Lerngruppe mit digitalen Geräten
Adobe Stock / Robert Kneschke

Peer-Learnings

In diesem moderierten Austausch- und Vernetzungsformat können Sie aus den Erfahrungen der Modellprojekte Smart Cities lernen und gemeinsam gute Beispiele, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutieren. Die Werkstätten fokussieren stets konkrete Umsetzungsfragen.

Drei Personen

Ein „Peer-Learning“ ist ein mehrteiliges Austausch- und Vernetzungsformat zwischen den Modellprojekten Smart Cities und Kommunen mit gleichen Ausgangslagen und Zielen. Die Inhalte eines Peer-Learnings können stark variieren, je nach Angebotsspektrum der beteiligten Kommune. Peer-Learnings können regional oder themenbezogen angelegt sein. Informationen zu aktuellen und geplanten Peer-Learnings finden Sie untenstehend.

Wer kann daran teilnehmen?

Jede Kommune ist willkommen, die nicht im Rahmen des Programms Modellprojekte Smart Cities gefördert wird. Voraussetzung für die Teilnahme sind sowohl das Interesse am Thema als auch die Bereitschaft, sich regelmäßig in das Peer-Learning einzubringen.

Sie haben Interesse an einem Peer-Learning teilzunehmen? Bitte registrieren Sie sich dazu über die folgende E-Mail: StartSmart@iqib.de.

 

Wie ist der Ablauf?

Ein Peer-Learning erstreckt sich je nach Themenbereich über sechs bis zwölf Monate. Es gibt ein Auftakttreffen, ein oder mehrere Austauschtreffen, sowie einen Reflexionstermin. Das Austauschformat findet je nach Gruppenzusammensetzung und Thema virtuell oder vor Ort statt und wird von einem Projektteam der Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities begleitet und unterstützt.

Grafik Peer-Learning-Inhalte

Neue Peer-Learnings

Innovative Open-Source-Software zum Management inventarisierter Objekte

ab Herbst 2024: 

Das Management von inventarisierten (Geo)-Objekten (z.B. Grünflächen, Baumbestände, Spielanlagen) gehört zu den wesentlichen kommunalen Aufgaben. Daher ist die digitale Zustandserfassung solcher Objekte in Echtzeit eine wichtige Planungs- und Steuerungsgrundlage für städtische Prozesse. Eine geeignete Software für diese Aufgabe zu finden, kann sich aber schwierig gestalten.

Darum setzt die Smart City Wolfsburg in einem innovativen Prozess auf eine Eigenentwicklung: den Open Playground Manager (OPM). Diese hersteller- und geräteunabhängige Webanwendung besteht zu 100% aus Open-Source-Komponenten und soll den Managementprozess von Spielanlagen vollständig digital abbilden und begleiten. Der Vorteil gegenüber proprietärer Standardsoftware besteht darin, dass sich diese Lösung an Arbeitsprozesse anpassen und je nach kommunalem Bedarf auf weitere Anwendungsbereiche erweitern lässt. 

Bei diesem Peer-Learning haben interessierte Kommunen die Gelegenheit, Details über die Funktionalitäten und den innovativen Entwicklungsprozess dieser Open-Source-Lösung zu erfahren. Ebenso können die vielfältigen potenziellen Einsatzbereiche des Open Playground Managers im Sinne einer Nachnutzung der Software für die konkreten lokalen Bedarfe ausgelotet werden. 
Das Peer-Learning startet im April 2024, dauert sechs Monate und findet überwiegend virtuell statt.
 

Laufende Peer-Learnings

Ein Einstieg ist in der Regel noch möglich. 

Peer-Learning zum Stadtweiten Klimamessnetz: Aufbau, Modellierung und Anwendungen

seit Juni 2024 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities  Modellprojektes Smart Cities Mannheim

Die Stadt Mannheim baut ein stadtweites Klimamessnetz auf und entwickelt auf dieser Basis ein Mikroklimamodell, um kleinräumige Aussagen über stadtklimatische Entwicklungen treffen zu können. Diese Informationen sind relevant für die Planung vom Klimaanpassungsmaßnahmen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und können z. B. in der Verschneidung mit demografischen Daten helfen, strategische Prioritäten der Stadtentwicklung zu definieren.
In dem Peer-Learning stellt das Projektteam die Erfahrungen und Learnings mit dem Aufbau und der Modellierung des stadtweiten Klimamessnetzes vor, mit Blick auf verschiedene (mögliche) Anwendungsfälle. Die Teilnehmenden bekommen umfassende Einblicke aus erster Hand und sind eingeladen, die Ansätze ihrer Kommunen im Umgang mit Stadtklimadaten vorzustellen, einzubringen und den Austausch mit den anderen Kommunen zu nutzen, die eigenen Ansätze voranzubringen. 
Das Peer-Learning wird überwiegend virtuell und nach Möglichkeit auch einmal vor Ort in Mannheim stattfinden. Das Startdatum ist der 20. Juni 2024, insgesamt 6 Termine bis Juni 2025.

Peer-Learning zu Kommunalen Geodateninfrastrukturen (GDI) und Geodatenmanagement 

seit Mai 2024 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities Modellprojekt Smart Cities Kempten

Das Projekt hat sich einem breiten Aufgabenspektrum verpflichtet: Die überregionale Vernetzung und der Aufbau von IT-Strukturen und IT-Prozessen gehören genauso dazu wie aktive Bürgerbeteiligung, Klimaanpassung und die Entwicklung hin zu einer lebendigen Begegnungsstadt. Der Umgang mit Geodaten ist eine essentielle Voraussetzung, um diese vielfältigen Zuständigkeiten der kommunalen Verwaltung effektiv bewältigen zu können – zum Beispiel im Bereich der Leitungs- und Liegenschaftskataster, der Bauleitplanung, im Straßenbau oder im Katastrophenschutz. 

Viele Kommunen arbeiten schon sehr lange mehr oder weniger explizit mit räumlichen Planwerken auf analoger oder digitaler Basis. Künftig wird es entscheidend darauf ankommen, Daten besser zu vernetzen und leichter zugänglich zu machen - verwaltungsintern über Abteilungen hinweg sowie in die Öffentlichkeit. Zudem bilden bereits existierende Geodateninfrastrukturen (GDI) oft die Basis für die (geobasierte) digitale Zwillinge. Dabei werden statische Geodaten um die zeitliche Dimension mittels Echtzeitsensorik erweitert und mit Daten verschnitten und integriert. So können neue Erkenntnisse etwa im Rahmen von Simulationen und Szenarien gewonnen werden. 

Mit diesem Peer-Learning wird der Fokus auf Geodateninfrastrukturen gelegt und im Dialog die unterschiedliche Ausgangslage betrachtet. Das Modellprojekt Smart Cities Kempten hat hier schon tiefgehende Erfahrungen gesammelt, sodass teilnehmende Kommunen Antworten auf unter anderem folgende Fragen erwarten können: Wie kann eine GDI aufgebaut sein und aus welchen Komponenten besteht diese? Wer kümmert sich um die Datenpflege? Wie können 3D-Stadtmodelle im Rahmen von informellen Beteiligungsverfahren genutzt werden? Welchen Vorteil bieten Storymaps als Medium zur Veranschaulichung komplexer kommunaler Themen? 

Natürlich können teilnehmende Kommunen auch eigene Fragestellungen aus ihrem kommunalen Arbeitsumfeld mitbringen. Das Peer-Learning läuft über einen Zeitraum von zwölf Monaten, findet digital statt und startet am 17. Mai 2024. 

Peer-Learning zur Smart Cities: Schule

seit 4. Mai 2023 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities 5 für Südwestfalen

Das Modellprojekt Smart Cities „5 für Südwestfalen“ nimmt über die „Smart Cities: Schule“ bereits seit 2020 regionale Kommunen auf dem Weg zur smartesten Region Deutschlands mit. Denn das Thema Smart Cities betrifft nicht nur Großstädte – gerade auch der ländliche Raum kann von digitaler Innovation profitieren. Der Fokus der „Smart Cities: Schule“ liegt daher auf dem Wissensaufbau und dem Wissensaustausch zwischen den fünf Pionierkommunen und den Städten und Gemeinden der Region. So sollen Herausforderungen beschrieben, Fragestellungen definiert, Gemeinsamkeiten und Schnittstellen identifiziert und Synergien genutzt werden.

Bei diesem Peer-Learning haben teilnehmende Kommunen die Möglichkeit, im regelmäßigen Austausch eine Vielzahl von Themen im Smart-City-Kontext zu bearbeiten. Ziel ist es, gemeinsam neue Themenbedarfe zu identifizieren, die dann innerhalb der „Smart Cities: Schule“ als „Wahlfächer“ aufgeschlüsselt werden. Die Treffen finden virtuell sowie vor Ort statt.

Das Schuljahr dauert dann je nach Anzahl und Umfang der gemeinsam zu entdeckenden „Wahlfächer“ zwischen sechs und zwölf Monate. Eingeladen als Peers sind interessierte Verwaltungsmitarbeitende südwestfälischer Städte und Gemeinden sowie Kreise. Erstmalig können auch an Südwestfalen angrenzende Städte und Gemeinden teilnehmen. 

Peer-Learning zur Visions- und Strategieentwicklung

seit 23. Juni 2023 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities Mayen-Koblenz

Unter dem Titel „Smarte Region MYK10“ werden im Landkreis Mayen-Koblenz im nördlichen Rheinland-Pfalz bis Ende 2027 zukunftsweisende analoge und digitale Strategien sowie Lösungen für alle Daseinsbereiche entwickelt und erprobt. Als ersten Meilenstein galt es, in einem partizipativen Verfahren die Strategie für die (digitale) Entwicklung des Landkreises bis in die 2030er Jahre zu erarbeiten. 2021 begann daher die „Smarte Region MYK10“ im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in drei Phasen die Inhalte ihrer Strategie zu definieren. Wie das funktioniert hat und welche unterschiedlichen Werkzeuge, Kanäle und Veranstaltungsformate hierfür genutzt wurden, ist ebenso Gegenstand dieses Peer-Learnings wie auch die Umsetzung der Erkenntnisse in ein Strategiedokument.

Bei diesem Peer-Learning haben teilnehmende Kommunen die Möglichkeit, im regelmäßigen Austausch eine Vielzahl von Themen zur Visions- und Strategieentwicklung im Smart-City-Kontext zu bearbeiten. Ziel ist es, gemeinsame Schritte auf dem Weg zur eigenen Smart-City-Strategie zu gehen. Die Treffen finden virtuell statt.

Das Peer-Learning erstreckt sich über eine Laufzeit von 12 Monaten. Kommunen, die sich aktuell mit der Entwicklung einer Smart-City-Strategie beschäftigen, sind willkommen, sich anzuschließen.
 

Peer-Learning zur Digitalen Datenplattformen

seit 4. September 2023 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities Jena

Die Stadt Jena hat in den letzten Jahren viel Erfahrung im Aufbau einer digitalen Datenplattform gewonnen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer FOKUS wurde die urbane Datenplattform WISSENsAllmende Jena auf der Basis der Open-Source-Software „piveau“ entwickelt. Das Go-live der Plattform, auf der vorerst Sensor-, Statistik- und Assetdaten abgebildet werden, steht kurz bevor. Im weiteren Verlauf wird die Plattform mit geplanten Use Cases und Tools weiterentwickelt und fertiggestellt.

Bei diesem Peer-Learning haben die teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit den Herausforderungen und Potenzialen hinsichtlich des Aufbaus einer digitalen Datenplattform auseinanderzusetzen und dabei richtungsweisende Impulse des Modellprojekts Smart Cities Jena aufzunehmen.

Das Peer-Learning findet virtuell statt und erstreckt sich insgesamt über zwölf Monate.

Abgeschlossene Peer-Learnings

Peer-Learning zur Gründung eines Smart City Vereins unter Einbindung der Stadtgesellschaft

Peer-Learning zur Gründung eines Smart City Vereins unter Einbindung der Stadtgesellschaft

ab Oktober 2023 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities Lübeck

Der EnergieCluster Digitales Lübeck e.V. ist die Smart-City-Initiative in der Hansestadt Lübeck. Gemeinsam mit über 50 Mitgliedsunternehmen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Finanzunternehmen, Verwaltung und sozialen Akteuren unterstützt der Verein die Weiterentwicklung der Hansestadt Lübeck zur Modellregion einer intelligent vernetzen und nachhaltigen Stadt, die besonders lebenswert für Bürgerinnen und Bürger ist. In der Stadt der Zukunft sind digitale Infrastruktur, smarte Energieversorgung und innovative Mobilitätskonzepte untrennbar miteinander vernetzt. Um diese Aufgaben umzusetzen, ist der Input und Austausch von verschiedenen Akteuren gefragt.

Der Verein versteht sich als Akteur, der Antriebe und Impulse geben und Smart-City-Projekte ermöglichen kann. Zu den Aufgaben gehören u.a. die Vernetzung von entsprechenden Akteuren (z.B. von Startups, globalen Konzernen, Hochschulen, Verwaltung, Stadtwerke), die Zusammenarbeit in diversen Arbeitsgruppen, sowie die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln. Mit diesem Ansatz lassen sich Projekte effizienter und zielgerichteter umsetzen.

Bei diesem Peer-Learning hatten die teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit, sich über Fragen im Zusammenhang mit einer Vereinsgründung auszutauschen, z.B.: Welche rechtlichen Gegebenheiten müssen beachtet werden? Wie überzeuge ich die richtigen Akteure von einer Smart-City-Initiative? Welche Rollen gibt es im Verein? Welche Aufgaben übernimmt die Geschäftsstelle? Diese und weitere Fragen wurden in dem Peer-Learning beantwortet, welches sich über sechs Monate erstreckte und überwiegend virtuell stattfand.

Peer-Learning zum WALD|STADT|LABOR – Einbindung der Stadtgesellschaft in die Smart City

Peer-Learning zum WALD|STADT|LABOR – Einbindung der Stadtgesellschaft in die Smart City

 Juni 2023 bis Januar 2024 zusammen mit dem Modellprojekt Smart Cities Iserlohn

Der Mensch steht bei Smart City im Mittelpunkt. Um das Thema erfolgreich in der Stadtgesellschaft zu implementieren, sind deshalb Kollaboration und Beteiligung verschiedener Akteure von besonderer Bedeutung. Dies fängt an mit den Akteuren in der Verwaltung, aber auch mit wichtigen Multiplikatoren in der Stadt. Darüber hinaus gilt es Hochschulen, Unternehmen und Verbände für das Thema zu sensibilisieren und nicht zuletzt die Bürgerschaft zu informieren und einzubinden. Mit dem Wald|Stadt|Labor hat die Stadt Iserlohn im Jahr 2021 daher eine wichtige „Schaltstelle“ für die Smart City eingerichtet. An einem zentralen Ort in der Innenstadt können Smart-City-Themen gelebt, dargestellt und vermittelt werden. Über Vorträge, Sprechstunden, Aktionstage und Öffnungszeiten steht für die Stadtgesellschaft ein breites Angebot an Informations- und Mitwirkungsmöglichkeiten zur Verfügung, welches durch digitale Angebote ergänzt wird.

Bei diesem Peer-Learning hatten teilnehmende Kommunen die Möglichkeit, im regelmäßigen Austausch eine Vielzahl von Themen rund um zielgruppenbezogene Methoden der Bürgerbeteiligung (analog und digital) und die Implementierung des Themas Smart City in der Stadtgesellschaft zu bearbeiten. Die Treffen fanden virtuell sowie  vor Ort in Iserlohn statt. 

Smart City Unit Bochum

Smart City Unit Bochum

Die Smart City Unit des Modellprojekts Smart Cities Bochum steuert und setzt Smart-City-Projekte um. Vertreterinnen und Vertreter städtischer Tochterunternehmen und auch andere Akteurinnen und Akteure sind dabei direkt in der Smart City Unit vertreten und werden so aktiv in Entwicklungsprozesse eingebunden. Bei diesem Peer-Learning haben die teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit sich gemeinsam mit den Herausforderungen und Potenziale ihrer lokalen Organisationsstruktur auseinanderzusetzen und dabei richtungsweisende Impulse des Modellprojekts Bochum aufzunehmen. 
Das Peer-Learning fand virtuell und vor Ort in Bochum statt, lief von  März bis  September 2023. 
 

Werkzeugkasten für die Auswahl von Digitalisierungsprojekten

Werkzeugkasten für die Auswahl von Digitalisierungsprojekten

Der Werkzeugkasten zur Projektauswahl wurde von dem Modellprojekt digital.interkommunal der Kommunen Kalletal und Lemgo entwickelt und bildet eine grundlegende Hilfestellung zur Auswahl von Smart-City-Projekten. Projektvorschläge können so anhand klarer Kriterien verschiedene Entwicklungsphasen durchlaufen und Schritt für Schritt auf Ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Diese Kategorisierung ermöglicht außerdem eine strukturierte und transparente Einbindung der Öffentlichkeit, was die Akzeptanz gegenüber Smart-City-Maßnahmen erhöht. Bei diesem Peer-Learning hatten teilnehmende Kommunen die Möglichkeit, im regelmäßigen Austausch verschiedene Herangehensweisen der Projektauswahl zu diskutieren und innerhalb von sechs Monaten gemeinsame Schritte bei der Strukturierung des eigenen Maßnahmenkatalogs zu gehen. 

Die Treffen starteten Mitte April 2023 für sechs Monate. Die Termine fanden virtuell und vor Ort in Lemgo statt.

Kontakt
Simone Schöttmer

Simone Schöttmer

IQIB – Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH
Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities (KTS); Wissenstransfer und Vernetzung in die Breite
Tel.: +492641973560